Weitsichtigkeit Korrektur
24. August 2010Bei Weitsichtigkeit (in der Fachsprache auch Hyperopie genannt) ist der Augapfel zu kurz gewachsen. Die Lichtstrahlen werden, anders als beim normalen Auge, erst hinter der Netzhaut gebündelt. Dadurch gelingt es Betroffenen nicht, oder auch nur sehr schlecht, Gegenstände in nächster Nähe scharf zu sehen.
Schuld ist die nicht ausreichende Brechkraft des Auges, die auf der Netzhaut ein verzerrtes und unscharfes Bild erstellt, welches das Gehirn nicht - oder je nach Stärke der Verkürzung nur unzureichend - verarbeiten kann. Geschehnisse in der Ferne lassen sich bei einer Weitsichtigkeit, wie der Name schon erahnen lässt, jedoch einwandfrei verarbeiten und erkennen.
Eine Weitsichtigkeit Korrektur wird erreicht, indem man die Brechkraft des Auges erhöht und die Verkürzung so entsprechend aufhebt. Anfänglich nur durch Kontaktlinsen und Brillen umsetzbar, ist dies ist seit einigen Jahren auch durch die refraktive Chirurgie mit den Lasik- und Lasek-Verfahren möglich.
Der Fehlsichtigkeitswert wird bei Weitsichtigkeit im Dioptrien-Plusbereich aufgeführt. Bevorzugte Methode bei einer operativen Korrektur der Weitsichtigkeit, die sich im behandelbaren Bereich bis zu +4 Dioptrien bewegt, ist die Lasik-Methode. Bei einer Hyperopie, die einen Korrekturwert von +5 Dioptrien übersteigt, muss allerdings der Einsatz einer Sammellinse in Betracht gezogen werden. Diese bündelt das Licht stärker und sorgt dafür, dass es am richtigen Punkt auf der Netzhaut zusammentrifft. Teilweise ist sogar ein kompletter Linsenaustausch – bei dem die eigene Linse durch eine künstliche ersetzt wird – möglich. Beide Eingriffe können, je nach Hornhautdicke und -Beschaffenheit im Lasik- und Lasek-Verfahren, beispielsweise mit einem Excimer Laser durchgeführt werden.
Da der Eingriff ab dem Einsatz einer Sammellinse etwas aufwendiger ist, kann der grobe Heilungsprozess – der bei einem gewöhnlichen Lasik-Eingriff in den meisten Fällen nur 24 Stunden beträgt – teilweise etwas länger andauern. Allerdings verspricht eine Korrektur der Weitsichtigkeit im Lasik-Verfahren ebenfalls schmerzlos und im Bestfall bereits nach wenigen Stunden bis Tagen oberflächlich verheilt zu sein, und eine schnellstmögliche sowie fehlerfreie Sicht.
Etwas anders sieht es bei der alternativen Lasek-Methode aus. Das schmerzhaftere Verfahren, bei dem die Hornhautoberfläche abgetragen wird, kommt bevorzugt dann zum Einsatz, wenn die Hornhaut zu dünn für einen Lasik-Eingriff ist. Allerdings können hier die, bei der Lasik zu beachtenden, Flap-Komplikationen ausgeschlossen werden.