Stabsichtigkeit lasern

Erste bahnbrechende Erfolge in der Behebung der Fehlsichtigkeit durch Abtragung von Hornhautschichten wurden im Jahre 1978 mit einem Skalpell erzielt. Augenchirurgen bieten heute Laserbehandlungen als einen Bereich der operativen Sehfehlerkorrektur in Augenlaserkliniken mit großteils computergesteuerten Instrumenten an. Im Idealfall substituieren sie Brillen oder Kontaktlinsen. Laut Einschätzung des Verbandes für refraktive Chirurgie ist die Laserkorrektur der Stabsichtigkeit bei bis zu vier maximal fünf Dioptrien zielführend. Physiologische Voraussetzungen sind eine bestimmte Hornhautdicke und gewisse Kriterien ihrer Krümmung. Der Behandlungsgewinn wird beim Astigmatismus und bei der Hyperopie (Weitsichtigkeit) günstiger prognostiziert als bei der Myopie. (Kurzsichtigkeit)

Die LASIK-Methode (Laser in situ Keratomileusis) ist seit 1995 der zahlenmäßige Spitzenreiter. Mittels Keratokeratom (Präzisionshobel) wird eine dünne Hornhautlamelle (Flap) aufgeklappt. Der Exzisionslaser (Kaltlichtlaser) trägt Gebiete, die eine fehlerhafte Brechkraft aufweisen, im Zeitraum von fünfzehn bis fünfzig Sekunden ab. Tiefe Hornhautschichten, die unter dem Bereich der Schmerzempfindung liegen, werden erreicht. Nach der Reposition des Flaps ist keine Naht erforderlich, weil er durch die exakte Anpassung an den geebneten Untergrund wie ein Schutzpflaster wirkt.

Die Femto-LASIK wurde im Jahre 2001 in den USA entwickelt und in Europa im Jahre 2004 als Operationsmethode eingeführt. Bei gleichbleibendem Verlauf ersetzt der Femtosekundenlaser das Keratokeratom der LASIK und ermöglicht einen präzisen und schonenden Laserschnitt.

Die Lasek-Behandlung (Laser epithelial Keratomileusis) bietet eine Synthese der Vorteile der LASIK und der PRK. Die Methode ist mit geringerer Hornhautdicke kompatibel, weil die Behandlung gleich der PRK die oberflächliche Schicht der Hornhaut betrifft. Sie wird durch eine Alkohollösung aufgeweicht oder mittels Epiplastom abgetragen und nach oben geschoben. Im Anschluss an die zwanzig bis vierzig Sekunden dauernde Laserbehandlung wird sie reponiert oder entfernt. Innerhalb von vier Tagen bildet sich das Epithel neu. Bis dahin muss eine spezielle Kontaktlinse als Schutz getragen werden.
Die Lasek ist bei geringerem Schmerzempfinden mit der PRK vergleichbar und verdrängt sie zunehmend.

Die PRK (Foto refraktive Keratektomie) ist die älteste Augenlaser-Operationsmethode, die seit 1986 Anwendung findet. Sie ist für dünnere Hornhaut geeignet. Das Epithel wird abgetragen und nachfolgend auf die Hornhautschichten gelasert.

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